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3x23 - Hinter dem Spiegel Teil 2 (OT: Through the Looking Glass) |
Kurzinhalt
Jack ist mit einigen der Überlebenden auf dem Weg zum Funkturm, um
Kontakt zu Naomis Bergungsschiff aufzunehmen. Doch Ben warnt sie, dass
das alle auf der Insel töten könnte. Er droht, Sayid, Jin und Bernard,
die sich in der Gewalt der "Anderen" befinden, zu exekutieren.
Unterdessen schwebt auch Charlie weiterhin in Lebensgefahr.
 Through the Looking Glass (Part 2)
 Hinter dem Spiegel (Teil 2)
Ausstrahlungstermine
ABC: 23.05.07
Premiere: 17.08.07
Pro7: 11.02.08
Regisseur: Jack Bender
Drehbuch: Carlton Cuse & Damon Lindelof
Darsteller Episode: Jack
Gäste: M.C. Gainey (Mr. Friendly/Tom), Tania Raymonde (Alex), Nestor Carbonell (Richard Alpert), Blake Bashoff (Karl), Andrew Divoff (Mikhail), Ariston Greene (Jason), Sonya Walger (Penny), Mira Furlan (Rousseau), Brian Goodman (Pryce), Marsha Thomason (Naomi), L. Scott Caldwell (Rose), Sam Anderson (Bernard), Lana Parilla (Greta), Tracy Middendorf (Bonnie), James Lesure (Dr. Hamill), Nigel Gibbs (Beerdigungsleiter), Loreni Delgado (Apotheker), Larry Clarke (Kunde), Kate Connor (Arzt)
Quoten ABC: 14.91 Millionen
Quoten Pro7: 1.44 Millionen
Als Kate kurz anhält um Steine aus ihren Schuhen zu klopfen, wartet
Jack mit ihr und verwickelt sie in ein Gespräch. Er behauptet, dass
Sawyer sie in Wirklichkeit schon dabei haben, aber sie beschützen
wollte. Aus dem gleichen Grund habe er ihr gesagt, dass sie ihn nicht
retten soll. „Warum machst du dich für Sawyer stark?“, fragt ihn Kate,
„Er würde das niemals für dich tun“. Jack lächelt kurz und dreht seinen
Kopf zur Seite. Dann sieht er sie wieder an: „Weil ich dich liebe“.
Flashback-/Forward
Mit lauter Nirvana-Musik fährt Jack durch die Straßen und hält den
Zeitungsausschnitt in seiner Hand. Er hält vor einem kleinen Laden und
wählt erneut die Nummer von damals, woraufhin er wieder eine Bandansage
hört. Blindlings steigt er aus und geht über die Straße, wobei er fast
von einem Auto erwischt wird. Dann betritt er ein Bestattungsinstitut.
In einem großen leeren Saal sehen wir einen Sarg, und Jack erklärt
einem Angestellten, dass er zu einer Beerdigung wolle. „Es gab keine
Beerdigung, nur eine Abschiednahme“. Der Mann macht eine Pause. „Keiner
ist gekommen“, verrät er. Er spricht ihm sein Beileid aus und fragt, ob
es sich um Freund oder Familie handle. „Nichts von beidem“, erklärt
Jack. Dann lässt ihn der Angestellte allein mit dem Sarg. Jack tritt
zwar an diesen heran, öffnet ihn jedoch nicht. Stattdessen nimmt er
seine letzte Tablette und zieht weiter.
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Jack erfährt von Danielle, dass diese zuletzt vor sechzehn Jahren am
Sendeturm gewesen sei. „Ich bringe euch hin, aber die Insel verlasse
ich nicht“, offenbart sie ihm. Dieser Ort sei nun ihr Zuhause, und sie
habe niemanden, zu dem sie gehen könne. Als sie den Satz beendet hat,
sehen Jack und seine Gruppe plötzlich einen alten Bekannten vor sich:
Ben hat auf sie gewartet und steht zusammen mit Alex vor ihnen. Während
Jack sich ihm langsam nähert, begrüßt ihn Ben: „Hallo Jack… Wir müssen
reden“.
Unter Wasser setzt Mikhail seine Augenklappe wieder auf und geht in die
große Wasserhalle zu Bonnie und Greta. „Was würde passieren, wenn die
Station überflutet wird?“, möchte er von den beiden wissen. Die Antwort
lautet, dass gar nichts passieren werde. Alles hier sei wasserdicht,
und die Maschinen würden ewig weiterlaufen. „Warum seid ihr dann
hier?“, möchte er wissen. „Weil Ben es uns befohlen hat“, meint Bonnie
verständnislos. „Ich traue ihm, und ich traue Jacob. Und sobald ich das
nicht mehr tue, bricht hier alles zusammen“. Mikhail wird ernst: „Ein
ausgezeichnetes Argument“. Er zückt seine Waffe und schießt auf Greta,
die sofort rückwärts ins Becken stürzt und tot ist. Als Bonnie zu
fliehen versucht, schießt er ihr einmal in den Rücken. Sie dreht sich
am Boden liegend wieder zu ihm um und bittet ihn, sie am Leben zu
lassen. „Ich befolge ebenfalls Befehle“, meint Mikhail, bereit, sie zu
töten. „Hey!“, hört man plötzlich, und wie aus heiterem Himmel wird
Mikhail von einem Speer durchbohrt, den Desmond abgefeuert hat als er
aus seinem Versteck gekommen ist. Als er auch Bonnie erschießen will,
weist Charlie ihn schnell darauf hin, dass sie noch nützlich sein wird.
Jack schreitet wütend auf Ben zu, während Kate ihn rechts umkreist.
„Ich bin Benjamin, wir hatten noch nicht die Ehre“, wendet sich Ben
plötzlich an Naomi. „Sprich nicht mit ihm!“, schreit Jack ihr sofort
entgegen. „Was willst du?“, möchte er von ihm wissen. „Nur etwas von
deiner Zeit“. Da er nicht gleich kooperiert, spricht Ben weiter: „Ihr
habt gerade sieben meiner Leute getötet; gebt mir fünf Minuten“. Kate
erreicht Jack wieder und berichtet, dass keine Spuren außer jenen von
Ben und Alex zu sehen sind. Jack tritt nun noch näher an Ben heran:
„Fünf Minuten“. Er folgt ihm und entwendet ihm dabei sein Walkie-Talkie.
Flashback-/Forward
Jack möchte sich in einer Apotheke Nachschub für seine Tabletten holen,
doch die Frau muss ihn enttäuschen: Er habe bereits drei Rationen
geholt, und mehr seien laut Rezept nicht möglich. Wieder und wieder
besteht er darauf und lässt sich verschiedene Ausreden einfallen, doch
die Angestellte bleibt hart. Ein Mann hinter Jack erwähnt, dass Jack
ein Held sei, und dass sie ihm alles geben solle, doch auch das hilft
nicht. Schließlich behauptet Jack, dass Dr. Christian Shephard ein
neues Rezept geschrieben habe, doch als die Frau in dessen Praxis
anrufen will, verzichtet Jack darauf. Er schlägt auf den Tisch und
verlässt das Gebäude, wobei er einen Brillenständer umrempelt. Es ist
ihm völlig egal.
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„Setz dich“, bietet Ben Jack einen Baumstamm an. „Vor geraumer Zeit
habe ich eine Entscheidung getroffen, die vierzig Leuten an einem Tag
ihr Leben gekostet hat“, berichtet er. „Das erzähle ich dir, da sich
diese Geschichte jetzt und hier zu wiederholen droht“. Als Jack
vermutet, dass die Anderen sie momentan gerade umzingeln und alle töten
würden, wenn Jack nicht kooperiert, meint Ben: „Du tötest sie selbst“.
Da Jack nur lacht, setzt er fort: „Die Frau, die mit dem Fallschirm
abgesprungen ist… Sie ist nicht diejenige, die sie vorgibt zu sein. Sie
ist eine von den Leuten, die versuchen, diese Insel zu finden“, erklärt
er. „Sie ist eine von den Bösen“. Da erinnert sich Jack daran, dass die
Anderen ja die „Guten“ seien. Ben wird daraufhin todernst: „Wenn du ihr
Schiff anfunkst, dann ist jedes einzelne Menschenleben auf dieser Insel
Geschichte“. Er hat aber eine Lösung parat: „Hol das Gerät, das sie mit
sich herumträgt. Ich nehme es an mich und gehe zurück zu meinen Leuten,
und du gehst ebenfalls zu deinen Leuten zurück“, schlägt er vor. „Ich
gehe nirgendwo hin“. Jack steht auf. „Du musst dir etwas anhören“,
meint Ben nun und verlangt sein Funkgerät zurück. Als er dieses
aufdreht, steht eine direkte Verbindung zu Tom. „Dein Plan hat sieben
meiner Leute getötet. Aber die, die überlebt haben, halten nun drei
deiner Freunde fest“, erklärt Ben. Kurz hört man das Trio am
Walkie-Talkie. „Was hält mich davon ab, dir sofort das Genick zu
brechen?“, möchte Jack wissen und provoziert somit den entscheidenden
Befehl. Tom solle nämlich alle drei töten, sollte er nicht binnen einer
Minute etwas von Ben hören. Somit wird Jack wenig Zeit gegeben, um sich
zwischen der Übergabe des Funkgerätes und dem Leben seiner Freunde zu
entscheiden. „Warum willst du die Insel überhaupt verlassen?“, fragt
ihn Ben. „Du hast niemanden. Dein Vater ist tot, deine Frau hat dich
verlassen“… „Willst du zum Krankenhaus zurück? Willst du wieder Dinge
hinbiegen?“. Jack ist der innere Zwiespalt mehr als deutlich anzusehen,
während eine Sekunde nach der anderen verstreicht. „Noch zehn
Sekunden“, droht Ben. „Bring mir das Telefon“. Jack ist nervlich am
Ende, doch sein Entschluss steht fest: „Nein… ich werde es nicht tun!“,
schreit er. „5, 4, 3, …“, zählt Ben. Ein Schuss. Noch einer. Und ein
dritter. Jack verkrampft vor Schmerz sein Gesicht als er das Ende
seiner Freunde über das Walkie-Talkie mitverfolgt. „Es tut mir so leid,
Jack“, meint Ben gewohnt neutral, als ihm Jack plötzlich an die Gurgel
geht. Eine Sekunde später liegt Ben am Boden, und Jack schlägt wieder
und wieder mit aller Kraft auf ihn ein, bis er schließlich
blutverschmiert am Boden liegen bleibt. Dann hebt der Arzt das
Funkgerät auf: „Tom, bist du dran?“. Dieser antwortet, und Jack setzt
fort: „Ich werde meine Leute hinauf zum Sendeturm führen, einen Anruf
tätigen und uns alle retten. Jeden von uns. Und dann werde ich dich
suchen, und ich werde dich töten“.
Die schwer verwundete Bonnie sitzt unter rötlichem Licht da und blickt
Charlie an, der den Code von ihr erfahren will. Er ist sich sogar ganz
sicher, dass sie ihn ihm verraten wird, da er ihn ja kennen muss, um
seine Bestimmung zu erfüllen. Er schildert ihr noch mal, dass der Mann,
für den sie all die Jahre hier unten war, sie hintergangen hat und
töten wollte. „Du hast die Chance, ihn sehr, sehr wütend zu machen.
Warum würdest du sie nicht nutzen?“, fragt er sie. „5, 4, 5, …“,
beginnt sie plötzlich, und Charlie erkennt zu spät, dass sie ihm
bereits den Code verrät. Er will mitschreiben, doch dazu geht alles zu
schnell. Sie kann ihren Kopf nicht mehr aufrecht halten und kämpft
gegen ihren Tod an. „Good Vibrations“, sagt sie plötzlich. „Von den
Beachboys. Auf der Tastatur. Nummern. Sie sind Noten“, erklärt sie. „Es
wurde von einem Musiker programmiert“, lauten ihre letzten Worte.
Ben ist wieder bei Bewusstsein als Jack ihn zurück zu seinen Freunden
schleppt. „Fesselt ihn. Er kommt mit uns“, meint er und geht bereits
weiter. Als sich Alex zu ihrem „Vater“ runterbeugt ergreift Danielle
endlich die Gelegenheit, sich ihrer Tochter zu nähern. „Was?!“, fragt
Alex sie verwirrt. „Alex… Das ist deine Mutter“, erklärt Ben. Nun steht
das Mädchen wieder auf und blickt Danielle mit Tränen in den Augen an.
Diese legt ihre Hände um ihr Gesicht und es ist ihr deutlich anzusehen,
dass sie nicht glauben kann, ihre Tochter nach all den Jahren endlich
bei sich zu haben. „Hilfst du mir, ihn zu fesseln?“, fragt sie
schließlich Alex.
Abseits von der Truppe bleibt Jack stehen und holt Wasser aus seinem
Rucksack. Kate taucht auf und will wissen, was gerade geschehen ist.
„Das ist jetzt nicht wichtig“, wehrt Jack ab. Während Kate seine
blutigen Hände versorgt fragt sie ihn erneut. „Er hat sie getötet“,
verrät Jack. „Bernard, Jin, Sayid… alle drei“. Kate ist fassungslos.
„Ich habe es zugelassen… Ich musste es zulassen“, gesteht Jack. Rose
und Sun dürften im Moment noch nichts davon erfahren. „Warum nehmen wir
ihn mit? Warum hast du ihn nicht einfach getötet?“, fragt Kate
bezüglich Ben. Der Arzt erklärt, dass Ben miterleben solle, wie sie
alle gerettet werden. Er solle ihren Triumph sehen und die eigene
Niederlage kosten. „Und dann töte ich ihn“.
Unterdessen diskutieren Tom und Ryan darüber, ob sie Bens Anweisungen
nicht hätten Folge leisten sollen. „Sieh, was sie uns angetan haben“,
meint Tom. „Statt dass wir drei Kugeln in den Sand jagen“, die Kamera
dreht sich und zeigt uns drei kniende Gestalten hinter ihm, „hätten wir
sie wirklich töten sollen“. Bernard, Jin und Sayid wurden nur geknebelt
und befinden sich im Visier eines Anderen.
All das haben Sawyer und Juliet aus direkter Nähe verfolgt, denn sie
beobachten bereits alles zwischen grünen Bäumen. „Es sind nur noch drei
Leute und vier Waffen“, zählt James. „Und wir, James, sind zwei Leute
ohne Waffen“, kontert Juliet. „Wenn du dich umbringen willst soll es
mir Recht sein, aber bevor du gehst…“, beginnt Juliet, doch plötzlich
hört Sawyer ein verstörendes Geräusch im Dschungel. Das Rauchmonster?
Falsch: Hurley. Er hat sich den alten VW-Bus geschnappt und rast nun
zwischen den Bäumen hindurch auf das Strandlager zu. Die Anderen
reagieren schnell und feuern auf den Wagen, doch die Kugeln prallen ab.
Hurley bleibt fest am Gaspedal und rast auf Ryan zu, der mit voller
Wucht gerammt wird und zu Boden geht. Die Reifen erwischen ihn
ebenfalls. Hugo bremst den Bus ab und will aussteigen, doch Sawyer
wirft die Tür wieder zu, damit er in Sicherheit bleibt. Er selbst
schnappt sich Ryans Waffe und geht hinter dem Bus in Deckung. Als er
nach vor schnellt tritt Sayid einem bewaffneten Anderen gegen die Beine
und bringt diesen so zu Fall. Sawyer nimmt ihn bereits ins Visier, doch
Sayid vollendet den Job selbst, indem er dem Feind mit seinen Beinen
das Genick bricht. Alle werfen ihm einen entsetzten Blick zu, doch dann
konzentrieren sie sich auf Tom, der am Boden entlang robbt. „Bleib
genau da liegen, Tom“, droht ihm Juliet, die ihm eine Waffe vor der
Nase wegschnappt. Tom sieht ein, dass er keine Chance mehr hat, und
dreht sich zu Sawyer um: „Okay, ich ergebe mich“. Sawyer sieht ihn
eindringlich an und richtet seine Waffe auf ihn. Er drückt ab. Sofort
tritt Blut aus Toms Bauch. „Das war dafür, dass du den Jungen auf dem
Floß entführt hast“. Tom bricht zusammen. „Alter, es war vorbei. Er
hatte sich ergeben“, meint Hugo leise. Sawyer darauf: „Ich habe ihm
nicht geglaubt“.
Flashback-/Forward
Mit einem kleinen Schlüssel verschafft sich Jack Zugriff auf einen
Schrank voller Medikamente und greift sofort nach seinen Tabletten.
Einige davon schluckt er sofort, und viele mehr steckt er in seine
Taschen. Als er den Schlüssel zurücklegt, möchte er sich noch eine Akte
ansehen, doch seine motorischen Fähigkeiten sind so stark
beeinträchtigt, dass er einige Papiere runterwirft. Dr. Hamill betritt
den Raum noch rechtzeitig, um das Chaos zu sehen. Jack rechtfertigt
sich mit völlig kaputter Stimme, dass er nur wissen wollte, wie die
Operation verlaufen sei, doch es ist nicht zu übersehen, dass er viel
ernstere Probleme hat. Dr. Hamill bittet ihn, in sein Büro zu kommen,
doch Jack will gleich vor Ort reden. Eine Schwester wird gebeten, den
Raum zu verlassen, und so sprechen sie unter vier Augen. Hamill
berichtet, dass es der Frau so weit gut gehe und sie sich auf dem Weg
der Besserung befinde. Allerdings habe sie nun auch endlich den
Unfallhergang schildern können: Ein Mann sie auf der Brücke gestanden,
und dieser habe ihre Aufmerksamkeit auf sie gezogen. Dadurch sei sie
von der Straße abgekommen und sei vom hinteren Auto gerammt worden.
„Die offensichtliche Frage ist also: Wie konnten Sie so schnell beim
brennenden Wagen sein? Was haben Sie auf dieser Brücke gemacht?“. Jack
antwortet nicht. „Sie wissen gar nichts über mich. Haben Sie irgendeine
Vorstellung, was ich alles durchgemacht habe?“. Er lacht verrückt.
„Holen Sie meinen Vater hier runter. Wenn ich betrunkener bin als er,
dann dürfen Sie mich feuern“. Hamill schüttelt den Kopf: „Ich will
Ihnen nur helfen“, meint er. „Sie können mir nicht helfen!!“, brüllt
Jack so laut, dass die ganze Station ihn anstarrt.
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Immer noch marschiert die gesamte Gruppe, vorbei an steilen Bergen und
mit Ben als Gefangenem. Plötzlich meldet sich Hugo auf dem
Walkie-Talkie, das Jack an sich genommen hat. „Andere, bitte kommen.
Wenn ihr das hört, dann seid euch bewusst, dass wir euch Wixer
drangekriegt haben. Und, wenn ihr euch nicht alle in die Luft jagen
sollen, dann haltet euch von unserem Strand fern“. Jack antwortet ihm:
„Hurley?“. Dieser staunt nicht schlecht: „Jack?! Alter, ich bin zurück
am Strand. Ich hab’ Sawyer und Juliet geholfen. Hab’ sie gerettet“.
Dann erwähnt er auch, dass Sayid, Jin und Bernard wohlauf sind, und
Jack fragt ungläubig nach. „Ja, Alter, ich hab’ sie alle gerettet“. Die
Freude in der gesamten Truppe ist groß, nur Ben jubelt als einziger
nicht mit. Rose und Sun umarmen sich, und auch Jack lacht fröhlich.
Dann schnappt sich Claire das Funkgerät und fragt nach Charlie, doch
Hugo hat ihn nicht gesehen. Er ist aber optimistisch und meint, dass er
vermutlich schon auf dem Rückweg sei. „Ihm geht’s bestimmt gut“, meint
er mit einem Blick auf den Ozean.
Im Looking Glass wird es langsam ernst, denn Charlie will „Good
Vibrations“ anspielen. Da Desmond auch keine Visionen mehr hatte, ist
Charlie gut gestimmt und optimistisch, als er den Raum mit dem
blinkenden Licht betritt. Kurz summt er die Melodie und studiert das
Tastenfeld mit den Zahlen 1 bis 16, und dann beginnt er mit der
Codeeingabe. Die Töne bilden die gewünschte Melodie, und plötzlich
erlischt das blinkende Licht. Charlie lacht: „Soviel zum Schicksal“.
Als er den Raum gerade verlassen will, hört er auf einmal ein Klingeln
und geht zurück zum Pult. „Eingehende Übertragung“, liest er dort und
zögert nicht lange, auf den Knopf zu drücken. Ein verrauschtes Bild
zeichnet sich auf dem Monitor ab, und eine schrille Stimme fragt:
„Hallo? Können Sie mich hören?!“. Charlie greift nach dem Mikrofon und
antwortet sofort. Er nennt seinen Namen und erwähnt, dass er Passagier
von Flug 815 gewesen sei. „Wo sind Sie?“, fragt die Frau, die man
inzwischen aufgrund besserer Bildqualität als Penelope Widmore
identifizieren kann. Charlie erwähnt die Insel, doch die genaue
Position kann er natürlich nicht schildern. Als er danach fragt, stellt
sich Penny vor, und als ihr Name fällt, weiten sich Charlies Augen. Er
erinnert sich an Desmonds Geschichten und das Foto und schreit sofort
nach seinem Freund. „Haben Sie gerade ‚Desmond’ gesagt?“, fragt Penny
vor Hoffnung schier überschäumend. „Ja, er ist hier bei mir. Ihm geht’s
hervorragend!“, berichtet ihr Charlie fröhlich. Doch als er nach dem
Frachter und Naomi fragt, wird die Stimmung gedrückt. „Welcher
Frachter?“, möchte Penny wissen, „Ich befinde mich auf keinem Schiff“,
erklärt sie. Und schließlich stellt sie die alles entscheidende Frage:
„Wer ist Naomi?!“. Charlies Blick wechselt von Freude zu purem
Entsetzen.
Unterdessen geht Desmond mit Sauerstoffflaschen dem Dock entlang und
betrachtet die Leichen der beiden Frauen. Dann erkennt er, dass an der
Stelle, wo Mikhail gelegen hatte, nur noch eine Blutlache zu sehen ist.
Drinnen bei Charlie klopft es bereits am Bullauge, und draußen ist der
(wieder-)wiederauferstandene Mikhail mit Taucherausrüstung zu sehen. In
seiner Hand hält er eine Granate, und diese entschärft er mit einem
tödlichen Grinsen auf dem Gesicht. Charlie erkennt sofort, was
passieren wird, und stürmt auf die Tür zu, auf die auch Desmond gerade
zu rennt. Da keine Zeit bleibt, ergreift Charlie die Tür und zieht sie
zu sich, woraufhin er die Verriegelungen betätigt. Desmond kann nur
noch hilflos gegen die Tür hämmern und durch das Fenster zusehen, wie
Mikhails Handgranate explodiert. Das Bullauge zerspringt sofort, und
mit unglaublichem Druck schießt das Wasser des Meeres herein. Noch
während Desmond erfolglos mit einem Feuerlöscher gegen die Tür schlägt,
füllt sich der Raum mehr und mehr und alle Instrumente verschwinden.
Als Charlie von allen Seiten Wasser entgegenspritzt sehen wir eine von
dramatischer Musik begleitete Slow-Motion. Desmond blickt von draußen
in den Raum, und Charlie scheint sich mit seinem Schicksal abgefunden
zu haben. Da reißt er sich plötzlich aus seinen Gedanken los und
schnappt sich den Stift aus seiner Hosentasche. Während er gegen das
steigende Wasser ankämpft, kritzelt er sich etwas auf die Innenfläche
seiner linken Hand. Als er damit fertig ist, taucht er ab und schwimmt
zum Fenster der schweren Tür. Desmond kann lesen, was auf der gegen die
Scheibe gedrückten Handfläche steht: „Nicht Pennys Schiff“. Da Desmond
zweifelnd die Stirn runzelt, nickt Charlie ihm zusätzlich eindringlich
zu. Der Schotte legt seine Finger an Charlies und dankt ihm somit. Dann
gibt sich Charlie seinem Schicksal hin und entfernt sich wieder vom
Glas. Mit einem Mal lässt er die Luft aus seinem Körper entweichen und
sich mitten im Raum treiben. Es dauert nicht lange, bis das Leben in
ihm erlischt. Sein Körper und seine Gliedmaßen treiben mit den Wogen
des Meeres.
Auf der Insel sieht Naomi den weinenden Aaron und meint, dass er wohl
nur aufgeregt wegen der Reise sei. Dann hört man plötzlich ihr Telefon
piepen. „Wie heißt dein Freund? Der Rockstar, der zur Station
geschwommen ist?“. Claire nennt seinen Namen, und Naomi berichtet:
„Charlie hat uns gerade zur Rettung verholfen“.
Diese Nachricht übermittelt sie auch direkt an Jack, der sie gleich
bittet, das Telefon zu benutzen. Ein Notruf ist jedoch noch nicht
möglich, da Danielles Nachricht immer noch zu hören ist. „Das macht
nichts. Wir sind hier“, berichtet Danielle. Nun begeben sich alle über
den Hang vor ihnen und gehen dann auf einen großen, metallischen,
rot-weißen Sendeturm zu.
Sie betreten das Haus neben dem Stahlgerüst und hören dort Danielles
Nachricht lauter als zuvor. Jack dreht erstmal das Licht auf und sieht
sich um. Kaum etwas Außergewöhnliches ist zu sehen, es handelt sich
lediglich um einige Geräte zur Übertragung des Signals. „Das habe ich
vor sechzehn Jahren aufgenommen. Drei Tage, bevor du geboren wurdest“,
sagt sie zu Alex. „Ich denke jetzt brauchen wir es nicht mehr“. Mit
diesen Worten öffnet sie eine Abdeckung und betätigt einen roten Knopf.
Die Nachricht ist zu Ende.
Da Naomi drinnen kein Signal empfängt geht sie nach draußen. Dort
warten alle gespannt darauf, ob etwas passiert. „Ich kriege etwas
rein“, meint Naomi plötzlich. „Es funktioniert, wir kommen von der
Insel runter“, meint Kate guten Geistes. „Wir feiern sobald wir Zuhause
sind“, stellt Jack klar. Auch Ben meldet sich wieder zu Wort: „Ich
weiß, dass du glaubst, dass du deine Leute rettest. Aber du musst sie
aufhalten. Es ist deine letzte Chance. Dieser Anruf ist der Anfang vom
Ende!“. Naomi schreit noch mal: „Ich habe es! Ich habe ein Signal!“,
und Ben macht weiter: „Jack, bitte, du weißt nicht was du tust!!“. Er
versichert ihm, dass er das ganz genau wisse, und Naomi drückt noch
einen weiteren Knopf, um die Verbindung aufzubauen. Als das Wort
„Connected“ auf dem Display erscheint ist plötzlich ein dumpfes
Geräusch zu hören, woraufhin Naomi stöhnt und Blut aus ihrem Mund
tritt. Sie fällt zu Boden. Hinter ihr steht Locke, der gerade ein
Messer in ihren Rücken geworfen hat.
Als Jack sich Naomi nähert, holt John eine Pistole hervor. Da der Arzt
zum Satellitentelefon blickt, warnt ihn Locke, sich diesem nicht zu
nähern. Da Jack ihm nicht glaubt, feuert John gleich einen Schuss in
den Boden ab. Dennoch gelangt er zum Telefon und stellt sich vor seinen
Kontrahenten. „Was machst du da, John?“, fragt er. „Tu es, John,
erschieß ihn! Tu es!“, ruft der an einen Baum gefesselte Ben, der
allerdings nun nichts mehr zu reden hat, das Danielle ihn bewusstlos
schlägt. „Bitte. Leg das Telefon weg“. Jack will immer noch nicht
hören: „Du hast mich lange genug auf der Insel festgehalten“, meint er
bestimmt. „Ich werde dich töten“, droht Locke mit auf ihn gerichteter
Pistole. Das beeindruckt Jack wenig, denn er bleibt einfach regungslos
vor ihm stehen. Schließlich wendet John den Lauf ab und ärgert sich
selbst über seine Schwäche. Stattdessen flüstert er nur ein
verzweifeltes: „Jack… Das ist nicht deine Bestimmung“.
Plötzlich hört man jemanden an Naomis Telefon sprechen: „Hallo? Wer ist
da?“, fragt eine Männerstimme, und Jack nennt seinen vollen Namen.
„Naomi hat uns von der Rettungstruppe und dem Schiff erzählt“. „Sie
haben Naomi gefunden? Wer sind Sie?“, fragt der Unbekannt
enthusiastisch. „Ich bin einer der Überlebenden von Oceanic Flug 815.
Können Sie unsere Position bestimmen?“, fragt Jack hoffnungsvoll.
„Verdammt noch mal, ja. Haltet durch, wir sind auf dem Weg“, verspricht
die Stimme. Jack legt auf und blickt zur Gruppe. Unter dem wohltuenden
Gedanken, endlich gerettet zu werden, fallen sich alle in die Arme und
lachen, und auch Jack holt tief Luft und genießt den Moment seines
Triumphes.
Flashback-/Forward
In einer unordentlichen Wohnung, die sich durch Müll und einen
tropfenden Wasserhahn auszeichnet, sitzt Jack mit einem Atlas auf dem
Boden und hält sein Handy fest. Passend zu seinem niedergeschlagenen
und verwahrlosten Zustand nimmt er noch einen Schluck von seinem Drink
zu sich. Ein weiteres Mal wählt er die bekannte Nummer, und diesmal
geht tatsächlich jemand ran. „Hallo, ich bin’s. W… warte. Leg nicht
auf, bitte. Ich weiß, was du gesagt hast, aber ich muss dich sehen.
Bitte“. Wir hören nicht, was die andere Person sagt. „Ja, beim
Flughafen… du weißt schon wo“. Schließlich bedankt sich Jack und legt
auf.
Es ist spät nachts, als er seinen Wagen am Flughafen parkt und auf die
Ankunft der anderen Person wartet. Diese erscheint nur wenige Sekunden
nach ihm und parkt sich hinter ihn. Wir erkennen bereits, dass eine
Frau aussteigt, doch erst im fahlen Licht erkennen wir, dass es Kate
ist. Nach einer kurzen Begrüßung beginnt Kate: „Ich hab’ dich in den
Nachrichten gesehen. Rettest immer noch Leute aus den Trümmern…“. Sie
scherzen nur kurz, denn dann meint Kate unbeschönigt: „Du siehst
furchtbar aus“. Er widerspricht nicht. „Warum hast du mich angerufen,
Jack?“. Dieser holt den Zeitungsausschnitt aus der Tasche. „Ich hatte
gehofft du hättest davon gehört. Vielleicht wärst du auf die Beerdigung
gegangen“. Kate betrachtet den Ausschnitt: „Warum hätte ich zu
Beerdigung gehen sollen?“. Jack nickt verständnisvoll.
„Ich bin viel geflogen“, beginnt Jack nun. „Dieses goldene Ticket, das
sie uns gegeben haben. Ich benutze es. Jeden Freitag fliege ich nachts
von L.A. nach Tokio oder Singapur oder Sydney“, er muss lachen. „Dann
steige ich aus und genehmige mir einen Drink und fliege nach Hause“.
Kate versteht ihn nicht: „Warum?“. „Weil ich abstürzen will, Kate“.
Tränen bilden sich in seinen Augen. „Mir sind alle anderen an Bord
völlig egal. Bei jedem kleinen Ruck und bei jeder Turbulenz… hoffe ich
nur, und bete, dass ich zurück kann“. Auch Kate kann ihre Tränen nicht
zurückhalten. „Es wird sich nichts ändern“, unterbreitet sie ihm.
„Nein, ich hab es SATT“, meint Jack sehr energisch, „…das Lügen. Wir
haben einen Fehler gemacht“. Kate schweigt mehrere Sekunden, bevor sie
das Thema ignoriert: „Ich muss jetzt gehen. Er wird sich fragen wo ich
bin“. Da ergreift Jack ihre Arme und kommt ihrem Gesicht mit seinem
sehr nah. „Es war nicht unsere Bestimmung zu gehen“, meint er leise.
„Doch, das war sie“, besteht Kate mit einer Träne unter dem Auge. Sie
löst sich aus seinem Griff. „Mach’s gut, Jack“.
„Wir müssen zurück, Kate“, meint Jack nun lauter. Kate weint wieder und
steigt in ihren Wagen. Als sie rückwärts davonfährt und umdreht,
schreit Jack ihr noch einmal nach:
„Wir müssen zurück!!“
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Courtesy of lost-tv.de
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