Auf dem Weg zur Baustelle versucht Jack, Sayids Blutung zu
stillen, was ihm jedoch nicht gelingt. Sayid drängt darauf, die Bombe
so zu präparieren, das sie bei Aufprall detonieren werde. Sie müssten
im entsprechenden Moment bereit sein, sonst sei alles umsonst gewesen,
mahnt er. Miles will wissen, ob diese Bombe etwa einen Zeitsprung in
die Vergangenheit auslösen solle, was Jack jedoch verneint. Das wäre ja
auch lächerlich, stellt Miles fest. Plötzlich hält Hurley den Bully an
und weist auf den Grund seiner Aktion: Mitten auf dem Weg stehen
Juliet, Kate und James.
Die Pilgergruppe ist wieder unterwegs, als Richard plötzlich
stehenbleibt. Als Locke fragt, warum sie anhielten, verweist er auf die
jetzt in Sicht kommende Vier-Zehen-Statue. "Nun, das ist ein
wunderschöner Fuß, Richard, aber was hat er mit Jacob zu tun?" Richard
erklärt, Jacob lebe dort.
Jack steigt aus dem Bully und James erklärt ihm, sie
hätten zu reden. Jack fordert ihn auf, in den Bully zu kommen, sie
hätten keine Zeit zu verlieren. Doch das lehnt James ab. Er wolle
sagen, was er zu sagen hätte, dann könne Jack tun, was er tun wolle.
Doch er schulde es ihm, zuzuhören. Jack gewährt ihm fünf Minuten. Beide
legen ihre Waffen ab und ziehen sich in den Busch zurück.
Flashback-/Forward
Während seiner ersten selbstständigen Operation verletzt Jack bei der
Patientin den Duralsack. Er wird mächtig nervös, doch sein Vater, der
im Hintergrund assistiert, fordert ihn auf, sich zu beruhigen und bis
fünf zu zählen. Jack weiß nicht, was das in dieser kniffeligen
Situation, wo es auf schnelles Eingreifen ankommt, soll. Der
einzige Weg, wie er es schaffe, die Situation zu beherrschen, sei,
keine Angst zu haben, klärt Christian ihn auf. Er möge also bis fünf
zählen und das Ganze in Ordnung bringen, gemahnt Christian, oder er
würde es für Jack tun müssen. Jack zählt also langsam bis fünf und
vernäht die Verletzung. Nach der OP will Jack sich einen Apollo-Riegel
aus dem Automaten ziehen, doch die Süßigkeit fällt nicht heraus. Jetzt
kommt Christian, um ihm zu sagen, dass alles gut aussehe. Jack ist
jedoch nicht zufrieden. Es sei nicht richtig gewesen, klagt er zornig,
dass sein Vater ihn vor seinem Team zurechtgewiesen hätte. Er wisse,
dass Christian nicht an ihn glaube, doch sein Team müsse das. "Bist du
sicher, dass ich derjenige bin, der nicht an dich glaubt, Jack?" fragt
Christian und geht. Jetzt will Jacob, der am Apparat steht mit zwei
Apollos in der Hand, wissen, ob einer davon Jack gehöre. Der Apparat
habe geklemmt, erklärt Jack. "Ich schätze, der brauchte nur mal einen
kleinen Ruck", erwidert Jacob, während er ihm den Riegel reicht und
dabei in Berührung mit Jacks Fingern kommt.
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Jack und James setzen sich auf eine Lichtung. James erzählt Jack die
Geschichte von Tode seiner Eltern und ergänzt, das sei vor einem Jahr
passiert, da ja jetzt 1977 sei. Er hätte also frühzeitig mit einem
U-Boot zurückfahren können, um das Ganze zu verhindern, doch was
geschehen sei, sei geschehen. Das müsse aber nicht so sein, räumt Jack
ein. "Was hast du beim ersten Mal so dermaßen verbockt, dass du jetzt
sogar bereit bist, eine ganze verdammt Atombombe in die Luft zu jagen
für eine zweite Chance?" will James wissen. Darum ginge es nicht, wehrt
Jack ab. Worum es dann ginge, fragt James. Vor drei Jahren habe Locke
ihm gesagt, dass sie alle aus einem Grund hier wären, dass es ihr
Schicksal sei. 'Schicksal' sei nicht sein Ding, stellt James klar. Er
verstünde nur, dass ein Man täte, was er täte, weil er etwas für sich
selbst erreichen wolle.
"Was
willst du, Jack?" fragt James. "Ich hatte sie", erklärt Jack nach
kurzem Zögern. Ich hatte sie, und ich habe sie verloren." " Kate?" geht
James ein Licht auf. "Verdammt noch mal, Doc", reicht James das Getue
jetzt, "sie steht gleich da hinter diesen Bäumen. Du willst sie zurück?
Geh einfach und frag sie!" "Nein, dafür ist es zu spät", entgegnet Jack
und ergänzt: "Deine fünf Minuten sind um." Wenn er alles verändere,
erinnert ihn James, wären Kate und er Fremde und sie ende in
Handschellen. Wenn es so bestimmt sei, sei es eben so, konstatiert
Jack. Jetzt hat James die Nase voll, denn nichts was er sagen könnte,
würde Jacks Meinung ändern. Also verpasst er ihm einen Kinnhaken und
brüllt: "Für wen zum Teufel hältst du dich? Du denkst, du kannst hier
herkommen und tun, was immer du willst? Ich hatte hier ein Leben!" Es
entwickelt sich eine handfeste Schlägerei, bis schließlich Juliet
dazwischengeht und James befiehlt, Jack gehen zu lassen, denn er hätte
Recht, sie müssten das machen. Jetzt versteht James überhaupt nichts
mehr. Sie sei doch gerade noch diejenige gewesen, die zurückwollte um
Jack zu stoppen, wundert er sich. Sie habe ihre Meinung geändert, lässt
Juliet ihn wissen.
Flashback-/Forward
Juliets Eltern erklären ihr und ihrer Schwester Rachel, dass sie sich
würden scheiden lassen. Es hätte nichts damit zu tun, dass sie sich
nicht mehr liebten, doch manche Leute seien nicht dazu bestimmt,
zusammenzusein. Juliet kann diese Information überhaupt nicht umsetzen
und auch als die Mutter sagt, sie werde es verstehen, wenn sie
erwachsen sei, reagiert sie nur mit Trotz und Unverständnis.
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James läuft hinter Juliet her, die zum Bully zurück will, und fordert
aufgebracht, sie müssten darüber reden. Diese Sinneswandel und
Widersprüchlichkeiten in so kurzer Zeit kann er einfach nicht
begreifen. Sie habe gesehen, wie er Kate angeschaut habe, ist das
erste, was er erfährt. James findet es irrelevant, wen er wie
angeschaut habe, er sei mit Juliet zusammen. Und würde es vielleicht
auch für immer bleiben, weil sie sich ja liebten, räumt Juliet ein und
schwenkt dann über zu der damaligen Erklärung ihrer Mutter, dass sie
womöglich nicht dafür bestimmt seien. Doch am Ende kommen ihre wahren
Ängste ans Tageslicht: Wenn Jack alles ungeschehen mache, lernten sie
einander nie kennen und dann müsse sie ihn auch nie verlieren. Mit den
Tränen kämpfend dreht sie sich um und geht zum Weg zurück.
Auf
der Baustelle zeigt unterdessen das Magnetometer beängstigende Werte
an. Wenn sie jezt weiterbohrten, warnt Chang Radzinsky, würde bald die
Hölle losbrechen. Da erhält Radzinsky einen Anruf von Phil, der ihn
über 'den Feindseligen' mit der Bombe informiert, der von den Neuen
unterstützt werde, die über die Baustelle Bescheid wüssten. Radzinsky
ordert Phil und seine Leute herbei, um die Verräter gebührend zu
empfangen.
Währenddesssen beobachtet Jack mit blutigem Gesicht aus der Entfernung
die Baustelle. Kate kommt hinzu und fragt, was passiert sei. Das
Gespräch sei nicht so glatt verlaufen, verrät Jack nur. Kate streicht
über eine Wunde und erinnert sich daran, wie sie ihn zum ersten mal
zusammengenäht habe. Auch Jack kann sich eines Lächeln über die Szene
nicht erwehren und stellt fest, das schiene 1 Million Jahre her zu
sein. Oder in 30
Jahren, weiß Kate. In diesem Augenblick alter Vertrautheit spricht Jack
sie auf das Versprechen, nicht nach Aaron zu fragen, an. Sie habe es
verlangt, weil sie wütend auf ihn gewesen sie, weil er wollte, dass sie
zurückgingen. Jetzt klärt sie auch, dass sie mitgekommen sei, damit
Aaron da sein könne, wo er hingehöre. Wäre das alles nicht geschehen
und Claire nie auf die Insel gekommen, könnten sie zusammen sein. Auch
wenn sie ihn tatsächlich zur Adoption freigegeben hätte, sei das dann
ihre Entscheidung gewesen, stimmt Jack ihr zu und erklärt, dass sich
nichts in seinem Leben je so richtig angefühlt hätte und das müsse sie
ihm unbedingt glauben. Jetzt bricht auf der Baustelle Hektik aus und
Jack weiß, nun werde es geschehen. Ob Kate hinter ihm stünde in dieser
Sache, will er sich versichern und sie antwortet mit einem klaren Ja.
Dann sollten sie jetzt gehen, läutet Jack die Mission ein.
Flashback-/Forward
Hurley wird aus dem Gefängnis entlassen, auch wenn er das selbst nicht
für richtig hält. Draußen warte ein Taxi, erklärt man ihm. Im Fond
sitzt bereits Jacob, neben ihm liegt ein Gitarrenkoffer. Hurley will
sich entschuldigen für den Irrtum, doch Jacob erklärt, er fahre nicht
weit und Hurley könne ruhig mit einsteigen. Hurley bietet ihm ein Stück
von einem Fruchtriegel an, doch Jacob lehnt dankend ab. Hurley fragt
Jacob, weshalb er im Knast war doch Jacob klärt den Irrtum auf. Er
habe, beantwortet er Hurleys Frage, auf ihn gewartet. Dann müsse er
wohl tot sein, schließt Hurley, doch Jacob versichert, das sei er
keineswegs.
Er will von Hurley wissen, warum er nicht mit zurück wolle auf die
Insel. "Weil ich verflucht bin", begründet Hurley seine Weigerung,
"darum ist das Flugzeug abgestürzt, darum sind meine Freunde tot,
Libby, Charlie. Jetzt kommen sie mich besuchen, und ich kann nichts
tun, dass es aufhört. Für ihn klänge es weniger wie ein Fluch, denn wie
ein Segen, es sei doch wunderbar mit denen, die er verloren habe, noch
reden zu können. Jetzt kommt Hurley auf sein Verrücktsein, doch auch da
ist Jacob anderer Meinung, Hurley sei nicht verrückt, versichert er.
Die Frage, wer er ist, beantwortet Jacob nicht. Statt dessen sagt er:
"Ajira Airways Flug 316 von L.A.X. fliegt in 24 Stunden ab. Alles, was
du tun musst ist, in dieses Flugzeug zu steigen. Es ist deine
Entscheidung, Hugo, du musst nichts tun, was du nicht tun willst."
Damit lässt Jacob den Wagen anhalten und steigt aus. Als Hurley ihn an
seine Gitarre erinnert, behauptet Jacob, es sei nicht seine.
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1977: Kate und Jack kommen zurück zum Bully, wo Hurley gerade
Sayid mit Wasser versorgt. Es sei soweit, verkündet Jack, sie wären auf
irgendetwas gestoßen. Sayid ermahnt Jack, vorsichtig zu sein, denn die
Bombe sei jetzt so eingestellt, dass sie bei starker Erschütterung
zünde und sie müss so nah wie möglich an die Energiequelle gebracht
werden. Es werde funktionieren, versichert Jack, Sayid würde gerettet
werden. Doch Sayid ist sich sicher, dass er nicht mehr zu retten ist.
Jack setzt sich den Rucksack mit der Bombe auf den Rücken und geht, mit
einem letzten Blick zu Kate, Richtung Baustelle davon. Unterwegs kommen
ihm Juliet und James entgegen, dem er ein: "wir sehen uns in Los
Angeles" zuwirft. James' verkniffener Blick drückt alles andere als
Zuversicht aus.
2007:
Es ist Abend geworden und die 'Anderen' haben sich am Strand bei dem
Statuen-Fuß niedergelassen und Fackeln angezündet. Richard fragt Locke,
ob er das wirklich tun müsse. Wenn er warte, würde Jacob schließlich zu
ihm kommen. Doch Locke erklärt, dass er des Wartens müde sei. Er will
jetzt wissen, wo Jacob ist. Unterdessen fragt Sun Ben, was mit dem Rest
der Statue passiert sei. Ben erwidert, er wisse es nicht, sie sei schon
so gewesen, als er herkam. Ob er erwarte, dass sie ihm das glaube,
fragt Sun und Ben räumt ein: "Eigentlich nicht." Richard und Locke
gehen auf den Sockel der Statue zu und Locke bedeutet Ben, mitzukommen.
Das gefällt Richard nun gar nicht. Er könne Ben nicht mitbringen, lässt
er Locke wissen, weil nur der Anführer eine Audienz bei Jacob erbitten
dürfe und es könne nur einen Anführer zur Zeit geben. "Ich beginne zu
glauben, dass du dir diese Regeln ganz nach Belieben ausdenkst,
Richard", sagt Locke entschieden und fährt fort: "Ben kommt mit mir
hinein und wenn das ein Problem sein sollte bin ich sicher, Jacob und
ich können es lösen." Nach einem Moment geht Richard zum Sockel der
Statue, tastet an der Wand aus dicken Felssteinen und drückt sie an
einer Stelle ein. Ein Teil der Wand verschiebt sich nach innen und gibt
einen Durchgang frei. Locke und Ben gehen in einen Gang, in den der
Durchgang mündet und Locke fragt: "Wirst du fähig sein, das zu tun,
Ben? Ich weiß, es wird nicht einfach, aber die Dinge werden sich
ändern, wenn er erstmal nicht mehr da ist. Versprochen!" Damit reicht
er Ben ein Messer, dass jener nach kurzem Zögern entschlossen an sich
nimmt.
1977:
Am Bully, wo jetzt auch James und Juliet angekommen sind und warten,
stellt Miles die Frage, ob sie eigentlich darüber nachgedacht hätten,
dass Jack vielleicht mit der Bombe genau das verursache, was sie zu
verhindern suchten, dass tatsächlich die Bombe der 'Zwischenfall' sei.
Als alle betreten zur Seite blicken ergänzt er: "Ich bin froh, dass ihr
das alles so gut durchdacht habt." Jetzt sehen sie unten auf dem
Zufahrtweg zur Baustelle den Jeep fahren. Das sei Phil, bemerkt Jin und
wenn sie Jack sähen, brächten sie ihn um. James schaut Juliet an und
fragt: "Was denkst du, Blondie?" Ihre Antwort lautet: "Zusammen leben,
allein sterben."
Indessen
verteilen Phil und Radzinsky die Sicherheitsleute über die Baustelle.
Jack versucht, sich anzupirschen und hinter einem Wassertank in Deckung
zu gehen, doch Phil hat ihn entdeckt. Eine Schießerei bricht vom Zaun,
in die sich die mit dem Bully heranfahrenden übrigen Losties einreihen.
Schließlich kann James Phil als Geisel nehmen und damit die Leute zur
Ruhe zwingen. Er ruft Jack zu, herauszukommen und seine Angelegenheit
durchzuziehen. Chang, der ohnehin alles andere als begeistert ist, dass
immer mehr Leute an der Gefahrenquelle auftauchen, befiehlt er, den
Bohrer abzustellen. Doch das funktioniert nicht. Irgendwas zöge den
Bohrer herunter, lässt er James wissen.
Jack steht mit der Bombe in der Hand über dem Bohrschacht. Einen
Augenblick zögert er und schaut zu Kate hinüber, die ihm mit Tränen in
den Augen bestätigend zunickt. Auch James und Juliet blicken einander
zwar resignierend, doch einverständlich an. Dann lässt Jack die Bombe
los. Da das Loch sehr tief ist, dauert es einen Moment, bis sie unten
ankommt. Mit zusammengekniffenen Augen erwarten die Losties die
Detonation, doch nichts geschieht. Jack schaut in den Schacht und James
stellt fest: "Das sieht nicht nach L.A.X. aus". Plötzlich ist ein
seltsames Geräusch zu hören, dass stark an das aus der Schwan-Station
erinnert, als der Knopf nicht gedrückt wurde.
Das
Gaussmeter fällt plötzlich von Maximum auf Null ab und metallische
Gegenstände, zunächst kleinere, dann auch etwas größere, fliegen in den
Bohrschacht. Der Bohrturm knickt ein, wobei Changs linkes Handgelenk
eingeklemmt wird. Miles rennt zu seinem Vater, um ihn zu befreien und
zu ermahnen, sich so weit wie möglich zu entfernen. Jack wird von einem
fliegenden Werkzeugkoffer am Hinterkopf getroffen und geht bewusstlos
zu Boden. Kate läuft zu ihm. Eine Schubkarre kippt in den Schacht.
Radzinsky will sich mit zwei Leuten mit dem Jeep davonmachen, doch der
rührt sich nicht von der Stelle und kippt schließlich in Richtung auf
den Schacht um. Phil hat ein Gewehr zu packen gekriegt und richtet es
auf James. Doch da kippt ein Gerüst um die teile fliegen zum Schacht
und eine Metallstange bohrt sich mitten in seine Brust.
Juliet
schlingen sich schwere Bauketten um die Hüften und ziehen sie mit auf
den Schacht zu. Kate sieht das und rennt zu der Frau, die sich am Rand
des Schachts festzuklammern versucht. Kate greift das Ende einer Kette
und versucht, sich gegen die Zugkraft zu stemmen. Sie ruft James, der
gerade anlangt, als Juliets Hand abrutscht. Er ergreift sie und hält
sie fest, während Kate sich bemüht, an die Ketten heranzukommen, um
Juliet davon zu befreien. Doch sie kommt nicht heran. Das Bohrgerüst
gibt weiter nach und James brüllt Juliet zu, ihn nicht allein zu
lassen. Juliet versichert ihm ihre Liebe, dann ruscht ihre Hand
endgültig aus seiner und sie fällt in die Tiefe, während James
hinterherbrüllt: " Juliet! Nein!!!" und er verzweifelt zu weinen
beginnt.
2007:
Sun und Richard sind sich einig, dass sie statt eines Schlucks Wasser
jetzt lieber etwas Alkoholisches hätten. Da sehen sie Ilana und ihre
Gruppe mit der Kiste auf den Strand zukommen. Waffen werden gespannt
und Ilana legt ihr Gewehr auf den Boden, hebt die Hände und
beschwichtigt, alles sei okay. Sie fragt, wer Richardus sei. Richard
tritt vor und korrigiert seinen Namen. "Was liegt im Schatten der
Statue?" will Ilana von ihm wissen. "Ille qui nos omnes servabit" (Der,
der uns alle schützen wird), antwortet Richard. Ilana nennt ihm ihren
Namen und sagt, sie müsse ihm etwas zeigen. Sie lässt die Metallkiste
öffnen und den Inhalt auf den Boden kippen. Es handelt sich um den
Leichnam John Lockes. Wo sie ihn gefunden hätten, will Richard wissen
und Ilana erwidert, im Frachtraum des Flugzeugs, mit dem sie kamen, in
einem Sarg. Sun stellt die entscheidende Frage: "Wenn das hier Locke
ist, wer ist dann da drin?"
'Locke'
und Ben betreten unterdessen die große Halle mit der Feuerstelle in der
Mitte, in der Jacob bereits vor Zeiten seine Spinn- und Webarbeit
tätigte. Ben betrachtet fasziniert das fertige Webbild, während 'Locke'
sich in der Halle umschaut. Schließlich ertönt aus einer Ecke Jacobs
Stimme: "Gefällt es dir?" Jacob sitzt auf einem Stuhl hinter einer
Säule, um die 'Locke' jetzt herumkommt. Jacob fährt fort: "Ich habe es
selbst gemacht. Es dauert eine sehr lange Zeit, wenn man die Fäden alle
selbst herstellt, aber ... ich nehme an, genau darum geht es wohl,
oder?" "Hallo Jacob", begrüßt 'Locke' ihn selbstverständlich. "Hast du
also dein Schlupfloch gefunden", Jacob begleitet die rethorische Frage
mit einem Nicken. "Das habe ich in der Tat", bestätigt 'Locke', und du
hast keine Vorstellung, was ich alles durchgemacht habe, um hier zu
sein." Jacob ist unterdessen aufgestanden, Ben beobachtet die
Konversation mit offenem Munde. Ob sie sich schon einmal begegnet
seien, will er wissen. "Gewissermaßen", antwortet 'Locke' wage und
fordert Ben auf, zu tun, worum er ihn gebeten habe.
"Benjamin", spricht Jacob seinen zweiten Besucher an, während er auf
ihn zugeht, "was immer er dir gesagt hat, ich möchte, dass du eins
begreifst, du hast eine Wahl. Du kannst tun, worum er gebeten hat, oder
du kannst gehen, und uns unsere Angelegenheiten besprechen lassen." Ben
schaut Jacob fassungslos an. Nach all dieser Zeit höre er also endlich
auf, ihn zu ignorieren, stellt er verletzt fest. Er fährt fort, mit all
seinem Schmerz und seiner Enttäuschung in der Stimme: "35 Jahre habe
ich auf dieser Insel gelebt, und alles, was ich je gehört habe, war
dein Name, immer und immer wieder. Richard brachte mir deine
Anweisungen, all diese Zettel, all diese Listen und ich habe nie
irgendwas davon in Frage gestellt. Ich habe getan, was mir zu tun
aufgetragen wurde. Doch als ich es wagte, zu fragen, ob ich dich selbst
sehen könnte, wurde mir gesagt: 'Du muß warten. Du mußt Geduld haben'.
Und wenn
er darum bittet, dich zu sehen, darf er hier einfach
reinmarschieren, als wäre er Moses. Also, warum er, hmmm? Was war es,
das so falsch war an mir?" Ben erhebt die Stimme: "Was ist mit mir?!"
"Was ist mit dir?" gibt Jacob in sanftem Ton die Frage zurück.
"Gut...", reagiert Ben nach einem Augenblick, erhebt das Messer und
sticht es Ben zwei Mal in die Brust. Jacob geht auf die Knie, aus dem
Mund blutend und stammelt "Sie kommen!" 'Locke' beugt sich zu ihm und
fragt: "Was? Ich kann dich nicht hören." "Sie kommen", wiederholt
Jacob. 'Locke' schaut einen Moment ernst, dann befördert er Jacob mit
einem Tritt in die große Feuerstelle.
1977:
Kate und Jack ziehen James mit Gewalt von dem Bohrloch weg, bevor der
gesammte Bohrturm von ihm verschlungen wird. Auf dem Grund liegt Juliet
in einer Nische, in die durch querstehende Metallteile darüber keine
weiteren Gegenstände gelangt sind. Sie blutet, hustet krampfhaft,
röchelt, zittert und wendet sich mühevoll auf den Bauch. Sie sieht
neben sich die Bombe. Alle verbliebene Kraft aufbringend greift sie
einen dicken Stein und hämmert weinend und "Komm schon! Komm schon!
Komm schon, du Miststück!" brüllend auf die Bombe ein, bis sie
schließlich mit einem grellweißen Licht detoniert.
Courtesy sf-radio.de